Seminare & Diskussionen

Anschreiben gegen Norm_alität_en: queer/feministische

Zines und Zineprojekte

Vortrag

Zines sind selbst-publizierte und -produzierte, nicht-kommerzielle Hefte, die vor allem in Subkulturen wie Hardcore und geschrieben worden und werden. Ende der 1980er Jahre entstehen in den USA die ersten Queercore Zines, welche die Erfahrungen queerer Punks sichtbar machen. Anfang der 1990er beginnen die Riot Grrrls feministische Hefte zu schreiben. Heute gibt es eine Vielzahl queer/feministischer Zines und Zineprojekten. Der Vortrag gibt einen Einblick in diese Subkultur. Ich werde, neben allgemeinen Informationen zu Zines, verschiedene Zines und Zineprojekte genauer vorstellen. Ihnen allen ist die Kritik an „Normen“ und „Normalität“ gemeinsam. Themen dieser Zines sind u.a. Coming out, trans*, queer und körperliche Beeinträchtigung, Zustimmungskonzept und intersektionaler Feminismus. Anhand der vorgestellten Zines werde ich genauer erklären, was es mit diesen Themen auf sich hat.

Antifa – a (white) male movement?!

Diskussion mit Inputs

Im April 2014 fand in Berlin ein Antifa-Kongress unter dem Titel „Antifa in der Krise?!“ statt, bei dem die Situation der antifaschistischen Bewegung in verschiedenen Dimensionen andiskutiert wurde. Ein Strang dabei war die Überlegung darüber, warum Antifaschismus in Deutschland eine überwiegend weiße und überwiegend männliche Bewegung ist, obwohl der emanzipatorische Anspruch innerhalb der Bewegung ein ganz anderes Bild suggeriert. Anders gefragt: warum gelingt es (scheinbar?) nicht, aus dem emanzipatorischen Anspruch eine Realität in der Bewegung herzustellen, die der gesellschaftlichen Realität mehr entspricht? Also weiblicher zu werden oder People of Colour zu inkludieren?

Bei dieser Diskussionsrunde wollen wir diesen Faden aufgreifen und ausführlich diskutieren - was in Berlin leider nicht möglich war. Deswegen ist auch unwichtig, ob ihr in Berlin dabei gewesen seid, es soll vielmehr darum gehen, wo wir aktuell stehen (stimmt die Wahrnehmung überhaupt?), was Ursachen und was Perspektiven sein könnten.

Das ganze soll in einer Fish-Bowl-Diskussion stattfinden, bei der zu Beginn zwei oder drei Inputs die Diskussion in Gang bringen sollen. Danach kann jede_r einsteigen und seinen Senf zum Thema loswerden. Die Ergebnisse werden dokumentiert und sollen in die weitere antifaschistische Arbeit auf verschiedenen Ebenen einfließen. Außerdem soll der Prozess der Diskussion zum Stand der antifaschistischen Bewegung dadurch weiter geführt werden.

Arbeitsmigration in die BRD/DDR nach dem Zweiten Weltkrieg

Workshop mit längerem Input

Migration ist kein Phänomen der Moderne, Migrationsbewegungen hat es schon zu allen Zeiten gegeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zahlreiche Anwerbeabkommen z.B. zwischen BRD und Italien, so dass ab den 50er Jahren Tausende Menschen als billige Arbeitskräfte in gesundheitsschädigenden und gefährlichen Bereichen und unter unmenschlichen Lebens- und Wohnbedingungen in der BRD gearbeitet haben. Auch in der DDR wurden „Vertragsarbeiter“ aus z.B. Vietnam, Mosambik oder Kuba unter den im sozialistischen Kontext propagierten Motiven der bruderstaatlichen Hilfe angeworben. In diesem Workshop soll die Geschichte der Arbeitsmigration in die beiden deutschen Staaten mit ihren unterschiedlichen Praxen und ideologischen Begründungen nachgezeichnet, sowie die Lebens- und Wohnverhältnisse und staatliche Restriktionen gegenüber Migrant*innen untersucht werden.

Eine Veranstaltung des Roten Baum e.V. Leipzig.

Bericht aus Brüssel

Liebe Europa-Interessierte, um der Europäischen Union eine weitere Gelegenheit zu geben, die Finanzierung von Veranstaltungen zu üben, lädt Martin Sonneborn (MdEP, fraktionslos) zum „Bericht aus Brüssel“ ein.

Außerdem gibt es eine Ausstellung mit wichtigen Informationen zu einem Jahr die Partei DIE PARTEI im Europäischen Parlament. Und es gibt Getränke. Alles gefördert aus Mitteln der European Union. Alle sind herzlich eingeladen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Seminarreihe des Roten Baum e.V. Leipzig.

Beutelnähen

Workshop

Ihr habt Bock eure eigenen Sachen zu kreieren? Dann seid ihr in diesem Workshop richtig. Bei uns können eure eigenen Ideen mit Stoff verwirklicht werden. Wir haben jede Menge Ideen und Materialien in Petto, kommt gern vorbei.

„Darf ich mit einer Aufenthaltsgestattung zu meiner Tante

nach Kassel ziehen?“

interaktives Rollenspiel

Ziel des Rollenspiels ist den Teilnehmenden einen Überblick über die verschiedenen Aufenthaltsstatus von MigrantInnen in Deutschland zu geben und gleichzeitig aufzuzeigen, welche unterschiedlichen Rechte (und Pflichten) damit jeweils verbunden sind. Der Fokus liegt hierbei besonders auf jenen Aufenthaltsstatus, welche Asylsuchende während der Bearbeitung ihres Asylantrags bzw. nach einer positiven/negativen Entscheidung ihres Asylgesuchs haben. Die Spielteilnehmenden erhalten die Identität einer Person mit eigener Migrationserfahrung, für die sie dann im Spiel entscheiden soll, ob sie einfach mal so nach Hamburg fahren oder sich für einen Führerschein anmelden darf. Dass an die Rechte oft noch ein „wenn“ oder „aber“ geknüpft ist, wird nur eine Erkenntnis sein, die das Mitspielen mit sich bringen wird.

Eine Veranstaltung von Bon Courage e.V. Borna.

Das ultimative Kartoffeln-mit-Quark-Battle

Koch-Battle

Was gehört an Kartoffeln mit Quark? Kartoffeln natürlich. Soweit, so unstrittig. Aber was gehört an den Quark? Leinöl? Apfel? Sellerie? Zwiebel, gebraten oder roh? Diese Gretchenfragen spalten, sie sind die kulinarische Entsprechung des Nahost-Konflikts. Bevor die Gewalt vollends eskaliert, versuchen wir an dieser Stelle die Zwei-Quark-Lösung. Vielleicht ist eine friedliche Koexistenz möglich, vielleicht auch nicht. Das Publikum entscheidet beim großen "Kartoffeln-mit-Quark"-Battle – die kartoffeligst-ultradeutsche Veranstaltung der politischen Linken seit "die Bandbreite" und Jürgen "Flammkuchen" Elsässer.

Die Europäische Rechte - Verortung und Perspektive

Vortrag

Der Vortrag befasst sich mit der Europa?ischen Rechten im Allgemeinen und mit rechten Parteien im Europa?ischen Parlament im Besonderen. Im Mittelpunkt und als Eingrenzungsmerkmal stehen dabei die Fraktionen und die darin aufgehenden Parteien rechts der Europa?ischen Volkspartei (EVP): ECR, EFDD und NI. Anhand einer umfassenden Analyse sowie der Einbeziehung bereits erhobener Daten wird ein U?berblick der Verha?ltnisse nach der Wahl zum Europa?ischen Parlament erstellt, um mo?gliche Schlussfolgerungen daraus zu formulieren.

Welche Verhältnisse finden sich nach der Wahl zum Europäischen Parlament vom 25. Mai 2014, vor allem hinsichtlich des rechtspopulistischen bis zum rechtsfaschistischen Parteienspektrum, welche Dynamik kann damit verbunden werden und welche politischen Forderungen ergeben sich daraus?

Die LINKE am und für'n Arsch?!

Talk

DIE LINKE ist den einen zu irre (Antizionisten! Diether Dehm!), den anderen zu Hippie (Gewerkschaftskram! Sozialdemokraten!). Vor allem aber ist sie: auf dem Abweg. Weniger Kohle, weniger Mitglieder und die Wahlergebnisse sind auch nicht berauschend. Hippe Kids gehen lieber mit "...ums Ganze"-Beutel zur Antifagruppe und normale Leude wollen mit "den Politikern" und "den Parteien" eh nix zu tun haben. Also, alles für'n Arsch - Parteien sowieso und auch DIE LINKE?

Ist mit DIE LINKE und den Bewegungen bzw. Gewerkschaften eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ohne Vereinnahmung gewünscht / möglich / Realität?

Was kann DIE LINKE von Podemos/Syriza lernen?

Tragen Parteien (noch?) zur Politisierung der Gesellschaft bei und sind sie notwendig? Wieso verlieren Parteien im allgemein und DIE LINKE konkret an Mitgliedern? Muss DIE LINKE eine Mitglieder-Partei bleiben? Können und sollen alle Menschen Mitglied der Partei DIE LINKE werden? Hat DIE LINKE ein Interesse Barrieren, die gegen einen Eintritt sprechen, abzubauen oder sind diese Barrieren notwendiges Übel der Organisierung?

Mit 5-10 minütigen Inputs wollen wir eine lebhafte Debatte provozieren.

Discoschminken

Ob PopArt, Aktionpainting, Glam, Hippi, Prinz oder Seefrau, grafisch, romantisch, tierisch, einfach bunt oder Tattoos ausmalen, Marla Vita bemalt euch oder vollendet euer Discooutfit.

Es braucht viele Stimmen, das Schweigen zu durchbrechen

– NSU-Komplex und gesellschaftlicher Rassismus

Workshop

Mindestens 10 Morde gehen auf das Konto der völkisch-rassistischen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Hinzu kommen Bombenanschläge, wie etwa in der Kölner Keupstraße und dem Nürnberger Sunshine Pub, sowie zahlreiche Überfälle. Nach der Selbstenttarnung des NSU im Jahre 2011, richtete sich breite gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf diesen Themenkomplex, die aber so schnell wieder verschwand, wie sie gekommen ist.

Inzwischen arbeiten in vielen bundesrepublikanischen Städten lokale Initiativen zu dieser Thematik. Sie begleiten den Prozess in München kritisch, organisieren ein Gedenken an die Opfer und thematisieren die staatliche Verstrickung in den NSU. Eine dieser Initiativen ist „Das Schweigen durchbrechen“ aus Nürnberg. In Nürnberg wurden mindestens 3 Menschen durch den NSU ermordet. Außerdem ereignete sich ein Bombenanschläge auf eine Kneipe in der Nürnberger Südstadt.

Wichtig ist der Initiative, neben einem aktiven Gedenken an die Opfer des rechten Terrors, die Thematisierung der gesellschaftlichen Zustände, in denen der Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) entstehen und morden konnten: rassistische Pogrome und Anschläge der 90er Jahre, „das Boot ist voll“-Meinungsmache und der bundesdeutsche Asylkompromiss, akzeptierende Sozialarbeit mit Neonazis und die nationalistische Grundstimmung in breiten Teilen der Bevölkerung.

Der gesellschaftliche Rassismus, der bis heute fortbesteht, zeigte sich in der medialen Berichterstattung, gesellschaftlicher Ignoranz und diskriminierender Polizeiarbeit gegenüber Opfern und Angehörigen.

Im Workshop wird den Teilnehmer*innen grundlegendes Wissen zum NSU-Komplex vermittelt. Aktivist*innen der Gruppe präsentieren ihre Arbeit, bei der zum einen versucht wird den konkreten Opfern des NSU in Nürnberg zu gedenken, ohne sie zu instrumentalisieren und zum anderen die gesellschaftlichen Zustände zu thematisieren, die zu den Morden führten und stellen sie zur Diskussion.

Im zweiten Teil findet anhand von Texten, die im Zuge der praktischen Arbeit der Gruppe entstanden sind, eine theoretische Annäherung an den Themenkomplex Rassismus statt, der zu den Morden des NSU geführt hat. Dabei soll gezeigt werden, das Rassismus als Ideologie mit einer eigenen Dynamik verstanden werden muss und eben nicht nur als einen Nebenwiderspruch des Kapitalismus.

Eine Veranstaltung des Roten Baum e.V. Leipzig.

Fatshaming, Lookismus - ganz normaler Alltagswahnsinn?

Workshop, beschränkt auf 15 Teilnehmer_innen!

In unserer Gesellschaft gilt es als wahnsinnig wichtig gut auszusehen. Obwohl Schönheit im Auge der Betrachtenden liegt, geben uns Gesellschaft und Medien ein genau genormtes Schönheitsideal vor, unter dem besonders Frauen* zu leiden haben. Bereits im Kindesalter lernen wir was schön und was hässlich ist und haben diese Normen dermaßen idealisiert, dass wir genauso aussehen wollen. Aber was ist, wenn das aus verschiedensten Gründen nicht so leicht geht? Wenn der Körper trotz Diät und Entbehrungen zwar krank, aber einfach nicht schlank wird? Und was, wenn man überhaupt keinen Bock hat der Norm zu entsprechen?

In diesem Workshop für Einsteiger_innen besprechen wir welche Formen von Vorurteilen gegenüber nichtnormierten Körpern in unserer Gesellschaft herrschen, welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen und wie man sich und das eigene Umfeld empowern kann.

Fragen an und zu #R2G in #Thueringen

Workshop

Erstmalig ist DIE LINKE größte Koalitionspartnerin in einer Landesregierung und stellt deshalb seit Dezember den Ministerpräsidenten von Thüringen - Bodo Ramelow. Was geht in Thüringen? Welche Erwartungen werden an dieses Bündnis von DIE LINKE, SPD und Grüne gestellt und wie steinig ist der Weg?

Was sind Perspektiven auf und was sind die ersten Aktivitäten des Dreierbündnisses? Was kann von der rot-rot-grünen Landesregierung gelernt werden? Wie ist das, zu regieren?

Für weniger Schad im Stoff

Workshop

Wie kommen die Schadstoffe in die Substanzen und bekommt mensch diese wieder raus? Wie hängt Reinheit und Preis zusammen?

Diese Fragen können wir versuchen in diesem Workshop theoretisch und praktisch zu klären.

Grundlagen Star Wars-Theorie

"Helle Seite, Dunkle Seite. Die gute Rebellion gegen das böse

Imperium - oder doch gar nicht so einfach?" - Maischberger'scher Polit-Talk"

Vortrag und Podiumsdiskussion

Die Thematik des Star Wars Universums spaltet die politische Linke in der gleichen Dimension, wie den Nah-Ost-Konflikt. Helle Seite? Dunkle Seite? Imperium oder Rebellion?

Diese und weitere unlösbare Widersprüche werden wir uns auf dem Pfingstcamp stellen, ob Einführungsworkshop oder Polit-Talk, in Doksy wird zumindest ein Teil der Konfliktlinien gelöst.

Wir möchten euch zunächst einen Workshop anbieten, der die schlimmsten Vorurteile über z.B. die Sith aufklärt und zugleich eine Einführung in die Metaebene des Star Wars Universums anbietet.

Im Polit-Talk werden dagegen die fundamentalen Probleme der Ideolog*Innen aufeinander prallen und eine endgültige Lösung im Yavin IV-Konflikt gefunden. Kein Problem! Natürlich soll es für dich spannend und informativ sein, gerade wenn du zu glauben scheinst, dass Star Wars nur das Spielen mit den Laserschwertern ist. Interaktion wird ein wichtiges Element der Teilnehmer*Innen sein!

Grundlagen zur Selbstverteidigung

Workshop

Es werden effektive Lösungen vorgestellt um sich notfalls gegen unbewaffnete, sowie bewaffnete Angriffe ohne Waffen zu verteidigen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, allerdings kann gern auf vorhandene Fähigkeiten aufgebaut werden.

How to do a Zine

Workshop

Alles, was du brauchst, um deine eigene Botschaft in die Welt zu bringen: Papier, Stifte, ein paar Bilder, eine Schere, Kleber, vielleicht eine Schreibmaschine und ein wenig Zeit… und dann kommt dein Do-it-yourself-Heft dabei raus, das nur noch kopiert werden muss. Zines sind ein wunderbares Mittel, um eigenen Gedanken und Ideen einen Raum zu geben und sie gleichzeitig mit anderen zu teilen. Dieser Workshop ist eine Einführung in die Herstellung von Zines.

Im Herzen der Bestie: Was hat ein Linker in der Atlantik-Brücke

zu suchen?

Vortrag mit Diskussion

"Welcher Partei auch immer diejenigen angehören, die in Atlantikbrücken eine Kumpanei mit der US-Kriegspolitik eingehen: DIE LINKE wird sich gegen diese Atlantiker zur Wehr setzen."

So wird es in einem Antrag an den kommenden Bundesparteitag der Parte DIE LINKE formuliert. Die Gefahr muss groß sein, die von den Mitgliedern des Vereins Atlantik-Brücke e.V. ausgeht. Doch was sind das für Leute, was sind deren Ziele und vor allem was macht ein Mitglied der Partei DIE LINKE da? Stefan Liebich, Obmann seiner Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages informiert über Geschichte und Gegenwart der Atlantik-Brücke und seine eigene Rolle in dem Verein.

Kannst du das ma' eben Löten, Danke! (geeignet für Kinder)

Workshop

Laufender Workshop für Leute, die sich am Elektronik-Löten probieren wollen. Wird Begleitet und gern auch angeleitet, ihr könnt eigene Sachen mitbringen (Kopfhörerkabel?) die ihr löten wollt oder euch an einem unserer kleinen Bausätze bedienen.

Krise & Widerstand - Chancen emanzipatorischer Praxis in

Zeiten der europäischen Finanzkrise am Beispiel von Bloccupy/M18 und Gentrifizierungskämpfen

Workshop

Die aktuelle Finanzkrise, die seit mittlerweile sechs Jahren, Europas Bewohner*innen - inklusive Politiker*innen, Prekarisierte, die Vertreter*innen Kapitalfraktionen und vor allem die radikale Linke - rumtreibt, hat qualitative und quantitative Wandel im sozioökonomischen System Europas hervorgebracht, welche in der künftigen politischen Praxis mitgedacht werden müssen. In der Diskussionsveranstaltungen wollen wir uns auf zwei Beispiele aus der Gruppenarbeit von the future is unwritten beschränken. Die Bloccupy/M18 Bündnisarbeit und Kämpfe gegen städtische Verdrängung:

(1) Es werden immer mehr Entscheidungen in mangelhaft demokratisch-legitimierten europäischen Gremien getroffen,ehe diese Entscheidungen mit ungekannter Repression durchgesetzt werden. Der Widerstand müsste verstärkt auf europäischer Ebene stattfinden und sich gegen die Institutionen der EU bzw. Troika richten (Bloccupy/ M18). Dafür ist auch eine internationale Bündnisarbeit immer wichtiger.

(2) Auf der anderen Seite wurden auch auf lokaler Ebene neue Felder linker Praxis aufdringlich. Während der Finanzkrise stieg Zahl der Lohnarbeiter*innen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, außerdem floss mehr Kapital in den Immobilienmarkt, was Gentrifizierungs – und damit auch Verdrängungsprozesse in europäischen Städten beschleunigte (Berlin/Leipzig). Die wachsende Gruppe von Menschen in prekären Lebensverhältnissen muss in die linksradikale Praxis integriert werden.

Wir wollen wir unsere politische Praxis vorstellen,begründen und mit den Teilnehmenden reflektieren und diskutieren. In der Debatte, soll es auch zu einem Austausch über andere Felder emanzipatorischer Politik in Zeiten der europäischen Finanzkrise kommen.

Eine Veranstaltung von the future is unwritten.

Kritik des Staats und antisemitische Alltagsreligion

Workshop

I – Kritik des Staats

Karl Marx war, wie der Untertitel seines Hauptwerks: „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ zeigt, keineswegs nur ein Kritiker der Ökonomie oder gar ein Ökonom. Gerade sein angeblich ökonomischstes Werk ist vom ersten bis zum letzten Satz notwendig zugleich ein zutiefst politisches Buch. Allerdings war Marx kein Anhänger des Staates und der Politik, sondern vielmehr deren erklärter Kritiker. Bis heute jedoch halten viele Linke – mit vermeintlichem Bezug auf Marx – die kapitalistische Ökonomie für schlechter als ihren Staat, von dem sie meinen, ihm käme die Aufgabe zu, die Ökonomie in die Schranken zu verweisen. Angesichts der Globalisierung der Finanzmärkte ist die Marxsche Konfrontation mit dem Staat dringender denn je, denn diese wird von vielen Linken als eine Entmachtung des Staates bzw. der Politik, interpretiert und deshalb gegen sie als einem angeblichen „entfesselten Raubtierkapitalismus“ zu Felde gezogen. Damit wird einerseits der Zusammenhang von Politik und Ökonomie und somit die revolutionäre Kraft der Marxschen Kritik verschüttet und andererseits die Basis für eine neue autoritäre Gesellschaft gelegt. Im Workshop geht’s an anhand klassischer Texte über den Staat und aktueller Stellungnahmen der LINKEN v. a. zur Banken-, Finanz- und Eurokrise um die Bedeutung des Staats in linker und emanzipatorischer Politik

II – Die antisemitische Alltagsreligion

Der Antisemitismus gilt gemeinhin als die Ideologie, in der die Juden als Sündenböcke für die Verwerfungen und Krisen der kapitalistischen Gesellschaft herhalten müssen. In dieser Sichtweise allerdings wird der Staat nicht als Teil dieser Gesellschaft, sondern als ihr äußerlich, verstanden. Wie die kapitalistische Gesellschaft jedoch selbst immer doppelgesichtig auftritt, als Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, ausgedrückt im Kapital – und als Herrschaft von Menschen durch – ausgedrückt im Staat, so ist auch die ihr entsprechende antisemitische Ideologie doppelgesichtig: nicht nur sind die Juden im Antisemitismus für die Krisen der Gesellschaft verantwortlich, die ihr daher nur äußerlich zukommen, nur von außen, durch die Juden, verursacht werden. Auch die Gewalt des Staats wird diesem als äußerlich angesehen und im Antizionismus in einem einzelnen, besonderen Staat, dem „Juden unter den Staaten“: Israel, zugeschrieben. Grundlage des Workshops in eine Auseinandersetzung mit dem Text „Antisemitismus und Nationalsozialismus“ sowie mit historischen und aktuellen antisemitischen und antizionistischen Karikaturen.

Der Workshop ist als Doppelworkshop gedacht. Beide Teile hängen inhaltlich eng zusammen und bauen aufeinander auf, können aber zur Not auch getrennt besucht werden.

Läuft in Spanien? Überblick über politisches System und

Parteienlandschaft in Spanien mit Blick auf Podemos

Vortrag mit Präsentation

Das politische System in Spanien steht für die einen schon vor einem klaren Umbruch, während die konservative Zeitung "El Razon" das Zweiparteiensystem ("Bipartidismo") als nicht gefährdet ansieht. Für die einen war das Ergebnis von Podemos bei den "Landtagswahlen" in Andalusien ein großer Erfolg, für andere eine Enttäuschung. Die einen sehen in dem "Vorsitzenden" von Podemos einen großen Heilsbringer, während es in Podemos mächtig rumort und die interne Demokratie auf dem Spiel steht. Währenddessen zerlegen sich auch die zwei kleineren Parteien UPyD und die Vereinigte Linke (IU) und neben Podemos ist eine weitere neue Partei entstanden: Ciudadanos. Dann gibt es da auch noch Katalonien und die Unabhängigkeitsfrage und am 25. Mai stehen zahlreiche Kommunal- und Landtagswahlen ins Haus. Grund genug, einen kleinen Blick auf politisches System und Parteienlandschaft in Spanien zu werfen und dabei auch kurz über Podemos zu sprechen.

Lenin revisited

Vortrag

Ein Gespenst geht um in linksradikalen Texten: das Gespenst des Leninismus. Längst tot geglaubt und von weiten Teilen der radikalen Linken seit Jahrzehnten als toter Hund behandelt, finden sich diverse Variationen des L-Worts neuerdings selbst in Texten aus dem Umfeld der Interventionistischen Linken. Vor dem Hintergrund des europaweiten Kampfes gegen Austerität und neue deutsche Großmacht scheint das L-Wort als Ausweis besonders radikaler Praxisbezogenheit und des Bruchs mit selbstreferentiellem Klein-Klein ewig bedeutungsloser linker Kleinkämpfe. Aber kann eine emanzipatorische Praxis sich auf den Anführer der Bolschewiki beziehen, ohne dabei ein Stück ihres Anspruchs aufzugeben?

Was bedeutet "Leninismus", gibt es überhaupt einen "Leninismus", wie ist das Verhältnis Lenins selbst zum "Leninismus" und warum zur Hölle sollten Linke im Jahr 2015 über diesen in Formaldehyd eingelegten ewigen Zombie des Sowjet-Sozialismus diskutieren?

Malusphäre *1

Malusion *2

Neben der durchgängigen Raumaneignung und -umgestaltung beschäftigen uns wieder die großen Fragen des Lebens. Ist Tagging eigentlich Kunst? Wie politisch ist Street Art? Ist Satire das Mittel der Wahl um die Welt zu verändern? Und wie reagiert man auf Ironieresistenz? Diesen und ähnlichen Fragen wollen wir mit Malusionen in den Workshopphasen täglich von 11:30-12:30 und 14:30-15:30 Uhr auf den Grund gehen. Dabei ist es egal, ob du malen kannst, Lust auf Diskussionen hast, die Form des Raums verändern oder nachts die Lichtshow genießen willst - Du bist jederzeit herzlich eingeladen, dir den Raum anzueignen.

*1 = Malen + Diskussion + Illusion + Atmosphäre

*2 = Malen + Diskussion (mit einem Hauch von Illusion)

Migration und linke Bewegungen?

Workshop

Seit den späten 60er Jahren gab es zahlreiche Verbindungen zwischen den sogenannten „ausländischen Arbeitern“ und den in der BRD neu entstehenden alternativen Milieus. Aber die Geschichte der von Migrant*innen getragenen politischen und sozialen Kämpfe scheint weniger wahrgenommen oder vergessen worden zu sein. So wurden beispielsweise die ersten Hausbesetzungen in der BRD 1974 in Frankfurter Westend zu größten Teilen von „ausländischen“ Familien getragen und gingen auf die Erfahrungen aus der italienischen Mietstreikbewegung zurück.

In dem Workshop wird ein Versuch unternommen sich einen Überblick über die von Migrant*innen praktizierten Protestformen, ihren Kampf um Rechte, Selbstorganisation und Gründung von aktiven Gruppen und Zentren, sowie Zusammenarbeit mit linken Gruppen, vor dem Hintergrund der „Gastarbeiterära“ im 20 Jahrhundert in der BRD, zu verschaffen.

Eine Veranstaltung des Roten Baum e.V. Leipzig.

More Than Just A Princess!? - über das neue Frauenbild der

Disney-Prinzessinnen

Workshop

Wer kennt sie nicht - Schneewittchen, Aurora, Cinderella … die ersten Heldinnen der Disney-Prinzessinnen-Filme. Schüchterne bis mütterliche Mädchen, die davon träumen, dass eines Tages ihr Prinz sie retten wird. Auf Grund der starken Bekanntheit der auf Mädchen zugeschnittenen Filme haben sie einen enormen Einfluss auf deren Rollenbilder.

In jüngerer Zeit inszeniert der Medienkonzern Disney seine Heldinnen etwas anders. So sehen wir die Geschichte der heiratsunwilligen „Merida“ oder beobachten ein Rapunzel, das mit Bratpfanne kämpft, statt brav im Turm zu warten.

Aber wie anders sind diese Figuren tatsächlich? Und heißt anders hier wirklich besser beziehungsweise progressiver?

Dies werden wir im Rahmen des Workshops „More Than Just A Princess!? - über das neue Frauenbild der Disney-Prinzessinnen“ untersuchen.

Politik drin in der Kurve! - Entweder es gibt eine linke Szene

oder es gibt keine

Diskussion mit Inputs

Fußball ist für viele Menschen weit mehr als 90 Minuten Sport. Fankultur kann essentieller Lebensinhalt sein und das gemeinsame Stadionerlebnis ein sonst nirgends erlebbares Gemeinschaftsgefühl. Wo Fußball eine so große Bedeutung besitzt, wird natürlich versucht, Mentalitäten zu beeinflussen und das politische Klima in der Kurve zu verschieben. Rassistische oder diskriminierende Aussagen werden auf der einen Seite unter dem Deckmantel überschäumender Emotionen hoffähig gemacht. Auf der anderen Seite versuchen Projekte wie „Fußballfans gegen Homophobie“ oder diverse Ultra-Gruppen, emanzipatorische oder linke Inhalte einem sonst nicht erreichbaren Publikum näherzubringen. Wir möchten an Hand diverser Fallbeispiele aus den deutschen und internationalen Fanszenen, insbesondere aus Osteuropa, rechte und linke Konzepte im Kampf um den vermeintlich unpolitischen Fußball näherbringen. Im Anschluss möchten wir mit euch diskutieren: Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Heimatvereinen? Welche Perspektiven zu aktiven Gestaltung von Fankultur seht ihr?

Safer Clubbing

Workshop

Safer Clubbing ist der Überbegriff für Strategien, die Partygänger_innen dabei unterstützen sollen sicherer und damit auch schöner zu feiern. Die Idee des Safer Clubbing wurde ursprünglich von Partygänger_innen entwickelt, wurde über viele Jahre vor allem von Partydrogenprojekten promoted und nun teilweise von einigen Clubs selber vorangetrieben. Was genau die Idee beinhaltet und wie eine Umsetzung im Rahmen eines kommerziellen Clubbetriebs möglich ist, soll in dem Workshop diskutiert werden.

Eine Veranstaltung der Voluntscouts.

Schaffung Alternativer FreiRäume

Workshop

Für viele Menschen ist der Alltag oft beschissen. Wir erleben Ausgrenzung und Unterdrückung in der Schule, im Betrieb, auf dem Amt, zu Hause, im Freundeskreis und an vielen andere Orten. Deswegen schaffen wir linke alternative Freiräume, die frei sein sollen von Diskriminierung und Unterdrückung.

Das können z.B. alternative Jugendclubs, linke Hausprojekte, selbstverwaltete Betriebe. Allerdings verschwinden Ausgrenzung und Unterdrückung nicht von allein. Es gibt sie weiterhin auch in alternativen Freiräumen.

Welche Probleme seht ihr in diesen Freiräumen? Wie wird damit umgegangen? Welche Wege sind hilfreich, welche nicht? Wir wollen mit euch Erfahrungen austauschen und Lösungen diskutieren.

Schlag mich, beiß mich, gib mir Tiernamen!

Workshop

Obwohl das Thema Sex in Zeiten von Werbespots für "Spielsachen" und "Fifty Shades Of Grey" deutlich offener geworden zu sein scheint, wird über bestimmte Formen sexueller Ausdrucksweisen nach wie vor hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

Besonders Arrangements, die sich über Machthierarchie und die scheinbare Verletzung von körperlicher Unversehrtheit definieren, erhalten schnell das Label "pervers". Im Workshop möchten wir zunächst eine Struktur in grundlegende, oft vermischte, Vokabeln bringen, bevor wir gemeinsam über den Begriff "Macht" und die Möglichkeiten, eigene Bedürfnisse und Grenzen zu definieren, nachdenken. Außerdem möchten wir verschiedene Spielarten etwas genauer beleuchten.Die Bearbeitung des Themas wird von den Fragen und Beiträgen der Anwesenden leben und richtet sich mit seiner Einladung an alle Interessierten nicht normativen Sexes.

Eine Veranstaltung der RosaLinde Leipzig e.V.

Sexuelle Übergriffe im Nachtleben

Workshop

Auf Parties wird getanzt, sich berauscht, geflirtet und der Alltag ausgeschaltet. Im Idealfall geschieht dies in einem für alle Teilnehmer*innen sicheren Umfeld. Aber was wenn nicht? Und was bedeutet sicher? der Workshop '(Sexuelle) Übergriffe im Nachtleben' will eine offene Diskussion und lautes Nachdenken zur Sensibilisierung, für Prävention, von erster Hilfe und Verantwortung bei sexuellen Übergriffen ermöglichen. Außerdem werden einige Konzepte vorgestellt, wie bereits auf die Problematik reagiert wird.

Eine Veranstaltung der Voluntscouts.

Situation in der Ukraine

Workshop

Was passiert gerade in der Ukraine? Wie wird die deutsche Linke in der Ukraine bewertet? Wer könnte Partner für eine emanzipatorische Linke sein?

Skat-Turnier

Laut Wikipedia ist "der typische Kneipenskat in den letzten 10 Jahren deutlich zurück gegangen". Aber wir wissen, wer in der Wohlfühlkneipe des Vertrauens sitzt, kann nicht gleichzeitig mit Fackeln und Mistgabeln um die Häuser ziehen. Darum ist die Verbreitung des Skatspielens der einzig wahre Weg zum schönen Leben.

Solidarität muss praktisch werden

Workshop

Das Leipziger Streiksoli-Bündnis unterstützt seit Juni 2013 den Arbeitskampf der Leipziger Amazon-Kolleg_innen. Die politische Kontextualisierung und gezielte Verbindung von Arbeits- mit anderen sozialen Kämpfen sind für uns Möglichkeiten, um streikende Belegschaften zu stärken und den Kampf um Arbeitsverhältnisse wieder zum Schauplatz linker Politik zu machen.

Grundlage dieser politischen Praxis ist aber nicht nur die Unterstützung der konkreten Forderungen der Streikenden gegenüber dem Betrieb und der bürgerlichen Öffentlichkeit, sondern auch auch die Überzeugung, dass eine allgemeine gesellschaftliche Gegenwehr gegen die Auflösung von tariflichen Bindungen, die Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen, die Herrschaftsausübung innerhalb der Betriebe, den Abbau sozialer Rechte – und schließlich auch gegen das Lohnsystem im Ganzen – von diesen konkreten Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz und in den Betrieben ihren Ausgang nehmen müssen. Hier nämlich wird erfahrbar, dass die eigenen Lebensumstände nicht naturgegeben sind und durch kollektives Handeln verändert werden können.

Ein Erfolg in diesen Auseinandersetzungen, ist also nicht nur notwendig, um die Interessen der Lohnabhängigen zu verteidigen, sondern auch, um die Idee einer anderen Gesellschaftsordnung überhaupt wieder denk- und durchsetzbar werden zu lassen.

Eine Veranstaltung des Streik-Solidaritätsbündnis Leipzig.

„Some look like a butterfly, some look like a cave“

– Bilder der Vulva

Workshop

Kraftvolle Bild des weiblichen Genitales sind kaum noch in unserer Vorstellung verankert. Zwar scheint es, dass Nacktheit kein Tabu mehr ist, doch ist die Abbildung des weiblichen Geschlechts nach wie vor irritierend und mit vielfältigen Verboten belegt. Jahrzehnte der Retusche in den Medien, Kampagnen für und wider Pornographie und immer neue Abbildungsverbote führen zu einem öffentlichen Bild der Vulva, das wenig mit ihrer Realität zu tun hat. Es herrscht das Schönheitsideal der Unsichtbarkeit. Die Dokumentation „Vulva 3.0“ von Laura Méritt bietet u. a. Einblick in Frauenarztpraxen, die Schönheitsoperationen an den Schamlippen propagieren, und in Interessenvertretungen von beschnittenen Frauen, die der erlebten Verstümmelung zum Trotz eine selbstbewusste Sexualität vertreten. In der Veranstaltung soll diskutiert werden, welche Bilder der Vulva bei uns besonders präsent sind, und welche gesellschaftlichen Voraussetzungen diesen Bildern zugrunde liegen könnten. Woher rührt die gängige Vorstellung, dass das weibliche Sexualorgan unsichtbar, geruchlos, passiv, ja quasi inexistent sein müsse – und welche alternativen Darstellungsweisen sind denkbar?

Eine Veranstaltung von meine frauengruppe.

Sportler**innen im Widerstand

Vortrag

Wenn man an denn Widerstand gegen das NS – Regime denkt, denkt die Allgemeinheit an die Geschwister Scholl oder an die Widerstandsgruppe des 20. Juli . Aber dieser Vortag handelt weder von den einen geschweige denn den anderen Widerständler_innenn gegen das NS- Regime . Nein dieser Vortrag handelt von Leuten wie du und ich, die politisch aktiv waren und gleichzeitig im Sport auch Erfolge vorwiesen ,die meisten wurden verfolgt und ermordet . Dieser Vortrag soll ein noch relativ ungekanntes Kapitel im Widerstand gegen das NS – Regime beleuchten.

Städtekampf - Widerstand in der Neoliberalen Metropole

Vortrag mit Diskussion

Mit dem Wandel vom Fordismus zum Postfordismus und von materieller zu immaterieller Produktion verlor die Industriefabrik als Ort emanzipatorischer Politik an Bedeutung, an ihre Stelle ist die Stadt als Kampffeld emanzipatorischer Politik gerückt. Hier treffen verschiedene Lebensrealitäten, die mit dem Leid des Kapitalismus konfrontiert sind, aufeinander und treten in Kommunikation.

Die Bevölkerungen der Städte werden in den letzten Dekaden verstärkt mit den Auswirkungen neoliberaler Stadtpolitik konfrontiert. Die Städte sind immer mehr einer Konkurrenz um Investitionen ausgeliefert, was dazu führte, dass Städte heute unternehmerischer verwaltet werden. Dieser Wandel der Stadt führte, dazu dass Städte versuchten für Spekulation im Immobiliensektor attraktiver zu werden. Die Folge ist das, was heute unter Gentrifizierung diskutiert wird. Die Verdrängung der Unterprivilegierten an den Rand der Städte, Zerstörung und Kriminalisierung alternativer Räume, die etc. also die Teilung der Stadt und Stadtbevölkerung.

Diesen Prozessen muss eine emanzipatorische Linke etwas entgegensetzen, denn das Elend des Kapitalismus wird hier konkret.

Wir, Now_here Leipzig, haben uns vor einem Jahr als Gruppe gegründet um dies in Leipzig zu tun. Dabei haben wir erste praktische Erfahrungen gemacht im a)Kampf gegen Entmietung und b)Angriff auf das städtische Spektakel bzw. städtische Events.

Wir würden gerne anhand dieser Beispiele eine Diskussion darüber führen wie Anti-Gentrifzierungs – bzw. Anti-Verdrängungskämpfe konkret aussehen können

Eine Veranstaltung von Now_here Leipzig.

„über den Wolken“ - Kletterworkshop

Workshop

Der nördlich von Doksy liegende Höhenzug wird Kummergebirge genannt (Kummerske Pohori) und bietet einige Felsen. Unter sachkundiger Leitung könnt Ihr diesen Spuren folgen und das Vergnügen von Klettertechniken in luftiger Höhe erfahren. Zur Probe der Sicherungsmittel und Planung der Bergfahrt kommt zum Seminarzelt 5 am Sonnabend oder Sonntag um 14:30. Bei den Vorberatungen vereinbaren wir die genauen Kletterzeiten.

Umgang mit psychischen und physischen (Drogen)Notfällen

Workshop

Beim Konsum von legalen oder illegalisierten Drogen kann es unter Umständen zu unangenehmen Begleiterscheinungen bis hin zu Notfällen kommen. Was können Ursachen dafür sein?

Gibt es je nach Substanz unterschiedliche Notfallrisiken? Welche vorbeugenden Maßnahmen lassen sich ergreifen? Wie kann/sollte man sich in einer Notfallsituation verhalten?

Antworten auf diese Fragen gibts im Workshop, praktische Übungen dafür eher nicht.

Eine Veranstaltung der Voluntscouts.

Verfassung schützen?

Zur Kritik am Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“

Workshop und Ausstellung

Offiziell dient der sogenannte Verfassungsschutz (VS) als „Frühwarnsystem“ gegen Bedrohungen der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik. Ausgehend von der Ausstellung „Versagen mit System“  des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) wird die These vertreten, dass der deutsche Inlandsgeheimdienst selbst eine Gefährdung der Demokratie darstellt.

Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie die Kompetenzen des VS in Reaktion auf die regelmäßig bekannt gewordenen „Pannen“ und Skandale in der Vergangenheit immer weiter ausgeweitet wurden. Etwa durch eine zunehmende aktive Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmen der politischen Bildung im Rahmen des Konzepts „Verfassungsschutz durch Aufklärung“. Schließlich soll diskutiert werden, wie der VS treffend kritisiert werden kann und welche Fallstricke dabei zu vermeiden sind. Vorgestellt werden zudem aktuelle Kampagnen wie „BlackBox Verfassungsschutz“ und „Ausgeschnüffelt. Verfassung schützen – Geheimdienst abschaffen!“

Eine Veranstaltung des
Forum für kritische Rechtsextremismusforschung
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Von Orten, "wo die Deutschen gerne hingehen", und

Leerstellen. Kritik der Gedenkpolitik

Workshop

Gedenkjahr 2015: Jederzeit und überall wird "aus der Geschichte gelernt" - mit dem Ergebnis antiisraelischer Demos und der Erklärung von Serbien oder Mazedonien zu "sicheren Herkunftsstaaten". Das Gedenken an die NS-Verbrechen ist längst im Paradigma der Vergangenheitsbewahrung institutionalisiert, tendiert dabei aber dazu, die Welt am wiedergutgewordenen "deutschen Wesen" genesen lassen zu wollen. Im Workshop wollen wir einerseits fundamentale Kritik am offiziellen Gedenken üben, andererseits aber auch widerspenstige künstlerische Entwürfe würdigen und auf ihr kritisch-emanzipatorisches Potential hin auch für unsere eigene politische Praxis - es sei daran erinnert, dass die Linksjugend ['solid] an einer Auschwitz-Gedenkfahrt teilnimmt - befragen. Eine gewisse Ratlosigkeit könnte als nicht unbedingt schlechtestes Ergebnis der Überlegungen am Ende stehen.

Was hat dich bloß so ruiniert?

Workshop

Wo fing es an? Ich weiß es nicht genau.
Was ist passiert? Bin ich mir nicht sicher.
Hast Du denn niemals richtig rebelliert? Ich habe es zumindest versucht.
Kannst Du nicht richtig laufen? Eigentlich schon.
Oder was lief schief? Genau das ist das Erkenntnisinteresse.
Und sitzt die Wunde tief in Deinem Innern? Ja, ich weiß nur nicht wo.
Kannst Du Dich nicht erinnern? Ich erinnere mich an vieles.
Bist Du nicht immer noch, Gott weiß wie, privilegiert? Ja, und genau deshalb können es sich Mitteleuropäische Linke erlauben sich theoretisch mit psychischer Krankheit und Gesundheit zu befassen. Denn genau darum soll es im Workshop gehen. Anhand eines Textes des sozialistischen Patientenkollekivs wollen wir uns dem Thema psychischer Krankheit widmen.

Dabei versuchen wir das Verhältnis von Krankheit und Gesellschaft zu ergründen. Um dieses Verhältnis in einer politischen Praxis zu reflektieren, gründeten sich verschiedene Patientenkollektive, die sich mit marxistischen Methoden an der Therapie versuchten, um den Fall der Psychiatrie. Ob es sich dabei um ein emanzipatorisches oder ein regressives Projekt handelte, wird im zweiten Teil des Workshops erörtert.

Was tun bei Polizeikontrollen?

Workshop

Die Polizei, dein_e Freund_in und Helfer_in und Kontrolleur_in, und Therapeut_in, und Erzieher_in....? Was darf und kann die Polizei wann und wie? Gibt es für die Bürger_in das ideale Verhaltensmuster? Spannende Fragen aus der Praxis für die Praxis.