Seminare

Antifaschistische Aktion - Geschichte einer Bewegung

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nazis mehr und mehr in den Fokus. Mit der Gründung der Antifaschistischen Aktion 1932 erfuhr diese Entwicklung ihren Höhepunkt.

In der BRD griffen kommunistische Gruppen das Emblem der Antifaschistischen Aktion in den 1970er Jahren wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurden die Doppelfahnen zum Symbol der heutigen Antifa.

Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis. Es ist die Geschichte einer antikapitalistischen Strategie, die sich in eine Bewegung wandelte.

APO und Staatskritik

Der bürgerliche Staat ist in seinem ideellen Durchschnitt Garant für kapitalistisches Privateigentum und Kapitalakkumulation. Er vermittelt zwischen den konkurrierenden Einzelkapitalen und den verschiedenen Kapitalfraktionen, ist in seiner Funktion notwendig historischer Ausdruck gegenwärtiger Produktionsverhältnisse. In seiner korporatistischen Form institutionalisiert er Klassenkämpfe, macht sie für das Kapital planbar und kalkulierbar. Trotz dieser Funktion wird und wurde der Staat in linken Diskursen immer wieder als Transformationsinstrument, als neutrale Macht, die man zur menschlichen Emanzipation erobern und nutzen muss, wahrgenommen. Dieser Vortrag will historisch kritisch Staatspraxis im Allgemeinen und die deutsche im Besonderen, auch im Bezug auf den Nationalsozialismus und dessen Kontinuitäten zur BRD, analysieren. Im Mittelpunkt stehen hierbei historische Betrachtungen zu Klasse, Staat und Recht, sowie die Reflexion außerparlamentarisch agierender Linksradikaler auf den modernen Staat und seine Apparate. Wir möchten vor diesem Hintergrund auch die Parteien auf ihre Tauglichkeit für eine emanzipative kommunistische Praxis hin prüfen und freuen uns darauf die aufkommenden Fragen, die gerne auch strategischer Natur sein möchten, mit euch zu diskutieren.

Der 13. Februar in Ungarn - Ein Tag der Ehre?

Die Rote Armee errichtete im Dezember 1945 einen Kessel um die ungarische Hauptstadt Budapest. Am 13./14. Februar unternahmen deutsche Soldaten zusammen mit der ungarischen Armee einen Ausbruchversuch. Von den 17.000 Soldaten überlebten nur etwa 300. Dieser Tag wird seit 1998 von Neonazis als Tag der Ehre gefeiert. Im Laufe der Jahre entstand trotz mehrerer Verbote ein europaweiter Neonazi Aufmarsch in Budapest.

Anhand von Bildern und Redebeiträgen werden wir uns die Vernetzung der europäischen Neonazis anschauen und uns mit der besonderen Rolle deutscher Neonazis auseinandersetzen. 

Drogen und Sexuelle Übergriffe

Der Vortrag wird sich im ersten Teil inhaltlich sowohl mit Substanzen beschäftigen, die im Zusammenhang mit sexueller Gewalt und sexuellen Übergriffen stehen (Fokus hierbei auf Alkohol, GHB/GBL, Benzos und u.U. Ketamin), als auch mit weiteren Rahmenbedingungen im Nachtleben und in der Gesellschaft, die sexuelle Gewalt ermöglichen und begünsten. Im zweiten Teil sollen Anregungen für die psychologische Nachbetreuungs- und Präventionsarbeit im Bereich sexuelle Gewalt und Drogen gesammelt und gegeben werden.

Eine Veranstaltung des Kommunalpolitischen Forum Sachsen e.V.

never ending story: Extremismus(klausel)

Warum hat das AKuBiZ gegen die Extremismusklausel verloren? Achso, die haben das? Ja! Außerdem versuchte die Bundesregierung einen zweiten Weg über eine Änderung des Steuergesetzes - der Verfassungsschutz hätte weiteren Einfluss bekommen. Und somit kommt es zu neuen Fragen, alten Antworten und jeder Menge fehlender Ideen. 

Heitmeyer und die Deutschen Zustände

Die Vorstellung der Ergebnisse aus der zehnjährigen Forschung um die Bielefelder Sozialwissenschaftler unter Wilhelm Heitmeyer hat ein breites Presseecho nachsichgezogen. Erstmals wurden auch Elemente des classism, die Abwertung von Langzeitarbeitslosen aufgenommen. Dennoch gibt Aspekte, die Heitmeyer nicht berücksichtigt. Ein Ausflug in die Populärwissenschaft. 

partigiani - Gegen Faschismus und deutsche Besatzung.

Der Widerstand in Italien wird durch das AKuBiZ e.V. in einem Vortrag und Ausstellungstafeln beschrieben. Diese wurden von italienischen Freund_innen des Geschichtsinstitutes in Reggio Emilia entwickelt. Sie sollen einen Beitrag zur Geschichte leisten, weil nur wenige Bücher und keine Ausstellungen in deutscher Sprache erhältlich war, die sich speziell mit der italienischen Partisan_innenbewegung beschäftigen. Kurze Erläuterungen und zahlreiche Fotos geben einen Überblick über den Faschismus in Italien seit 1922 und die Okkupation Italiens durch Nazi-Deutschland ab September 1943.

Racial Profiling und rassistische Polizeigewalt

Vortrag der Kampagne für Opfer rassistisch motivierter Polizeigewalt Dresden (KOP Dresden)

Menschen, die durch bestimmte Merkmale wie Hautfarbe, Sprache oder eine (unterstellte) Herkunft im Brennpunkt polizeilichen Interesses stehen, erleben die immer gleichen Szenarien: unbegründete Passkontrollen, Aggressionen der Beamt_innen, diskriminierende Beschimpfungen und Beleidigungen, gewaltsame Festnahmen, Misshandlungen und Übergriffe. Dabei handelt es sich nicht um „bedauerliche Einzelfälle“, sondern um strukturellen Rassismus in der Institution Polizei und in der deutschen Gesellschaft. Der Vortrag erläutert strukturellen Rassismus, rassistische Kriminalisierung und racial profiling, und geht dann auf die Möglichkeiten von Betroffenen und Zeug_innen ein, sich gegen polizeilichen Rassismus zu wehren.

Kontakt: www.kopdresden.noblogs.org

Rückstandslose Entsorgung von Dissidenten, Renegaten und politischen Gegnern, Themenschwerpunkt Umweltpolitik.

Was tun mit ausgebrannten Altkadern und -lasten? Großzügige Pensionsregelungen, üppige Abfindungen und fette Boni belasten unsere Haushalte und verunsichern die 'Märkte'. Da bleibt oft nur eine naturnahe Lösung unter Berücksichtigung geltender Emissionsgrenzwerte und aus Respekt vor der Schöpfung. (Mit literarisch gut belegten Beispielen) 

Russland im Jahr 1 - Gesetze, Agenten und Hooligans

Reißerischer Titel, berechtigtes Thema: Ein Jahr nach der (Wieder)Wahl Putins ist vom Aufbruchskurs, der Medwedew zugeschrieben wurde, nicht mehr viel übrig. Neue Gesetze verunmöglichen die Arbeit russischer NGOs oder stellen sie zumindest vor große Probleme. Gesetze wie das Verbot vom "homosexueller Propaganda" geistern durch die Medien und laute Punkgebete in Kirchen gespielt sind "grober Hooliganismus". 

Eine Veranstaltung organisieren kann (fast) jeder. Es braucht einen Ort, eine Zeit, vielleicht noch einen Flyer, und dann passt das schon ... Wirklich?

Sicher ist, dass Referenten so zu zahllosen Erlebnissen kommen – die leider oftmals alles andere als positiv sind. Ihr wollt es besser machen? Dann los!

Ein Vortrag über Menschen, Räume und Teufel, die im Detail lauern, gespickt mit jeder Menge Praxisbeispielen aus jahrelanger Erfahrung.

Eine Veranstaltung des Kommunalpolitischen Forum Sachsen e.V.

Vortrag zum Thema Transsexualität

In meinem Vortrag „Transsexualität“ möchte ich als persönlich Betroffene meine Erfahrungen mit diesem Thema an Interessierte weitergeben. Dabei möchte ich auch auf die sich über die Jahre immer wieder veränderte und zum Glück auch verbesserte Rechtslage eingehen. Im Jahr 1964 wurde bei mir nach vielen Untersuchungen Transsexualität diagnostiziert, d.h. ich bin im „falschen“ Körper geboren. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Gesetzesgrundlage zur Transsexualität in der BRD. Diese wurde erst im Jahr 1984 in Bonn geschaffen. Ab April 1997 begann ich an der Uni Leipzig, später auch in Dresden, mit den vorbereitenden psychologischen Gesprächen für den großen Schritt mit Namensänderung und OP. Dazu benötigte ich vier Gutachten von zwei verschiedenen Gutachtern. Im Mai 1999 habe ich dann auf dem Familiengericht Leipzig meine offizielle Namensänderung beantragt. Diese wurde am 4.11.1999 genehmigt. Zum großen Schritt bin ich schließlich am 21.12.1999 in das Kreisklinikum Dachau gefahren, wo die OP zur Geschlechtsumwandlung stattfand.

Widerständige Wege - "Die Roten Bergsteiger"

»Rote Bergsteiger« heißt das 100-seitige Büchlein des AKuBiZ e.V. aus Pirna. Der dazugehörige Vortrag untersucht den Widerstand im Bergsportmilieu der Sächsischen Schweiz. Dabei geht es kritisch heran - an Begriffe, vergangene Forschungen und heutige Tendenzen zur Geschichtsumdeutung. Nicht auf alle Fragen gibt es Antworten, da kaum noch Zeitzeug_innen leben. Im zweiten Teil werden Personen vorgestellt, die einen wichtigen Anteil am Widerstand hatten, bzw. unter den Nazis leiden mussten. Ein kleiner Überblick über den Widerstand in einer Region, die heute als Nazihochburg bekannt ist.