Unser Kulturangebot

Ausstellung: Jüdisches Leben in Pirna und im Landkreis Sächsische Schweiz

Seit langer Zeit steht die Geschichte von Esra Jurmann zentral für die Verfolgung der Jüd_innen aus Pirna und unserer Region. Doch neben seiner Familie gab es viele weitere, die unter den Nazis gelitten haben. Die neue Ausstellung der Jugendinitiative Pirna, die in Zusammenarbeit mit dem AKuBiZ e.V. erstellt wurde, möchte einen Überblick über das jüdische Leben in der Sächsischen Schweiz vermitteln und wird wieder in Erinnerung rufen, wie vielfältig dieses gewesen ist.

Die Ausstellung zeigt das jüdische Leben in Pirna vom Ende des 19.Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Beschreibungen reichen vom Frühen Antisemitismus bis hin zu Pirna und die "Endlösung der Judenfrage". Weitere fünf Tafeln stellen beispielhaft einige Pirnaer jüdische Familien und deren Schicksale dar. 

Ausstellung: Rechts rockt Sachsen

Sachsen ist eines der Bundesländer, in welchem neonazistische Strukturen und Organisationen besonders ausgeprägt verankert sind. Damit einher geht eine fast flächendeckend vorhandene neonazistische Jugendkultur, die sich aus verschiedenen Momenten speist. Hierzu sind die vielen Anbieter von entsprechender Musik und Bekleidung genauso zu zählen wie Fanzines und andere Publikationen, eine Vielzahl von Bands und stattfindenden Konzerten, aber auch Kameradschaften und Zusammenschlüsse von Jugendlichen und Erwachsenen, die gekennzeichnet sind von einer starken Dynamik und Ausdifferenziertheit.

Hierüber herrscht nach wie vor vielerorts ein hohes Maß an Unwissen über konkrete Zusammenhänge, Strukturen und regionale Gegebenheiten. Gerade Jugendliche, aber auch die mit ihnen zusammenarbeiten, als LehrerInnen, SozialarbeiterInnen usw. benötigen derartige Informationen, um sich selbst stark gegen rechtsextremistische Beeinflussungen zu machen.

Aus diesem Grund zeigen wir die Ausstellung „Rechts rockt Sachsen“, welche auf die genannten Aspekte eingeht. 

Ausstellung: Vorurteile wegblättern

Vorurteile spielerisch abbauen, das ist der Anspruch dieser Ausstellung. Aber wie funktioniert das? Es wurden 10 Stereotype Personen gemalt und in jeweils 3 Teile geschnitten. Durch umblättern können nun ganz neue Kombinationen entstehen. WAS ZUM SPIELN YEAH!!! 

Kino: Die Geschichte von Sachamanta

Der Norden Argentiniens im Jahre 2000: Auf einem Kongress beschließen die im Movimiento Campesino Santiago del Estero (MoCaSe-Via Campesina) organisierten bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften etwas bis dahin Unerhörtes. Sie werden eigene Radiostationen aufbauen und betreiben. Sie wollen nicht länger hinnehmen, dass die Massenmedien ihre Lebenssituation entweder ignorieren oder verfälschen.

Heute existieren bereits fünf Sender. Die Campesinos nutzen sie, um über die Weite des Landes hinweg unzensiert Botschaften auszutauschen. Die Radios schaffen ein Gemeinschaftsgefühl. Sie stärken den Kampf der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegen Landraub und Unterdrückung. Und natürlich bringen diese Sender endlich auch die Musik der Campesinos.

Es geht darum, gehört zu werden. Viviana Uriona gibt in ihrem Dokumentarfilm den Entrechteten und Widerständigen eine Stimme. Sie liefert keine Interpretation der Erzählung, sondern gibt ihren Protagonisten die Möglichkeit – gleichlaufend zu Forderungen nach eigenen Radiostationen – nackt und ungeschützt zu sagen, was Sache ist. Im Film zerschneiden die Bauern in subversiven Akten die Stacheldrahtzäune der Konzerne, gleichzeitig fallen in den Köpfen der Zuschauer die bisher sicher geglaubten Grenzen des Machbaren. Unmögliches erscheint greifbar nah.

Der Film macht Mut, gegen die eigenen kleinen und großen gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und gemeinsam die Stimme zu erheben – erscheint es zunächst auch noch so aussichtslos.

Oder, wie die alte Eloisa im Film mit einem Kopfschütteln sagt: “Mein Mann wollte schon aufgeben. Der Arme!”

Im Anschluss steht Mark Wagner von den Kameradistinnen für ein Filmgespräch bereit. Die Kameradistinnen sind eine freie Assoziation für Dokumentarfilm und Dokumentarfotografie mit einem kritischen Bewusstsein für Politik und Gesellschaft.

kameradisten.org

Kino: Einblicke und Rückblicke in Wahlspots der PDS und DIE LINKE von 1990 bis 2009

"Schau Dich um. Indianer und Boxerinnen. Dazu ein Stinkefinger von Gregor Gysi und eine Rolltreppenläuferin. Abgerundet durch AkteurInnen der jungen LINKE Sachsen, denn Hier hält keiner die Fresse!“ Läuft immer dann, wenn gerade kein Film läuft. 

Kino: Eurovision Song Contest

Malmö 2013 kann natürlich auch im Pfingstcamp in gemütlicher Runde geschaut werden!

Kino: Film deiner Wahl!

Der Bungalow 9 ist zum gemütlichen Kino umfunktioniert. Immer zwischen 21:00 und 01:00 gibt’s Programmkino, ansonsten entscheidest du selbst. Einfach deinen Laptop mit dem Wunschfilm anschließen und es kann losgehen. Falls du nur den Film, aber kein Abspielgerät dabei hast, kannst du dir im Infocafé bestimmt was ausleihen.

Kino: Queer-fem Film-Abend

Wir zeigen euren Wunschfilm, eine Liste mit alle verfügbaren Filmen findet ihr im Info-Café.

Eine Veranstaltung der Landesarbeitsgemeinschaft Queer

Lesung: Ich werde sein, was Sie wollen, das ich sein soll. – Die Geschichte der O: kritische Lesung und Diskussionsveranstaltung

1954 veröffentlichte Pauline Réage eine der bekanntesten SM-Romane: Die Geschichte der O. Dieses Buch hat enormen Aufruhr ausgelöst. Die Kritiker lobten das Werk als „anspruchsvolle Pornographie“ oder zerschmetterten es aufgrund „sexualfaschistischer“ Intentionen.

Die Protagonistin O wird in eine illustre Gemeinschaft eingeführt, in der sie jederzeit und für jeden Mann sexuell verfügbar zu sein hat. So demütigend diese Situation für sie ist, überrascht es umso mehr, daß sie unverzüglich, bewußt und freiwillig ihren eigenen Willen aufgibt und sich den Regularien fügt. Das Buch verdankt seine Resonanz wohl der sonst oft tabuisierten, vermutlich weit verbreiteten weiblichen sexuell-masochistischen Phantasien. In der Veranstaltung soll die Ursache der Attraktivität derartiger Phantasien auf den Grund gegangen werden. „O strebt nach der Vernichtung, und die Demütigung ist die absolute Vernichtung.“ (P. Réage)

Ist gewalttätige, auf Basis hierarchischer Strukturen, praktizierte Sexualität von vornherein antifeministisch und antiemanzipatorisch? Handelt es sich bei diesem Werk um zulässige, lustvolle Pornographie? Ist emanzipatorische Pornographie überhaupt möglich? Es werden Auszüge aus dem Buch gelesen und aus dem Erotikfilm „Die Geschichte der O“ gezeigt. Anschließend soll die Diskussion über das Werk und seine Relevanz eröffnet werden.

Lesung: Lesung & Diskussion zum Buch “Fleischmarkt- weibliche Körper im Kapitalismus” von Laurie Penny

Anhand der Themen Sexualität, Essstörungen, Geschlechtskapital und Hausarbeit versucht Laurie Penny in ihrem Buch „Fleischmarkt“ Strategien aufzuzeigen, mit denen der Körper der Frauen im 21. Jahrhundert nicht nur entmachtet und kontrolliert wird, sondern in denen Weiblichkeit zu einer Marke geworden ist, die den Frauen zurückverkauft wird. Denn "wenn alle Frauen morgen früh aufwachten und sich in ihrem Körper wirklich wohl und kraftvoll fühlten, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen", so eine von Laurie Pennys Thesen. Wir wollen uns einige ihrer Thesen anschauen und anschließend gemeinsam darüber diskutieren. 

Lesung: Revolution im Klassenzimmer – Wenn Schüler ihre eigene Schule gründen“

Gefrustete Schüler, überforderte Lehrer, vollgestopfte Lehrpläne, schlechte Leistungen wenig Raum für Individualität und Kreativität – so ist der Alltag an vielen deutschen Schulen. Aber es geht auch anders:

2007 meldete sich eine kleine Gruppe Freiburger Schüler von der Regelschule ab, organisierte einen Unterrichtsraum, stellte selbst ihren Lehrplan zusammen und engagierte Lehrer, die ihnen dort helfen sollten, wo sie selbst nicht weiterkamen. „methodos“ nannten sie ihr Projekt und mittlerweile bereitet sich der fünfte Jahrgang auf ein "Abi ohne Schule" vor. Wie genau das gelungen ist und welche Vorteile „methodos“ gegenüber einer Regelschule hat, erläutert Alia Ciobanu, die gerade selbst ihr Abitur in Eigenregie gemacht hat, in ihrem neuen Buch „Revolution im Klassenzimmer“: Ein Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte, der nicht aus der Sicht eines außenstehenden Experten, sondern von den Betroffenen selbst verfasst ist und eine Perspektive eröffnet, die Schüler, Eltern, Pädagogen sowie Bildungsinstitutionen gleichermaßen interessiert. 

Lesung: Schritt für Schritt ins Paradies - Handbuch zur Freiheit.

Eine Buchvorstellung: Lesung und Diskussion Kaum ein Wort, das in unserer Zeit gleichermaßen verhunzt und missbraucht wird: Freiheit - auch bekannt als Kaufkraft, Überlegenheit des Westens oder als Möglichkeit, sich ohne Zwang entscheiden zu können. Und allzu oft sorgen gerade jene für Unfreiheit, die die Freiheit im Namen führen. Es ist an der Zeit, Konservativen und Wirtschaftsliberalen die Deutungshoheit für den Freiheitsbegriff abzusprechen. Wir haben es deshalb unternommen, Texte aus der Vergangenheit und der Gegenwart in einem Band zusammenzutragen, die eine linke Freiheitsperspektive thematisieren." 

Lesung: Über Seefrauen und Sprachfeminismus – „Die Töchter Egalias“: kritische Lesung und Diskussionsveranstaltung

"Die Töchter Egalias" (1977) bildet den satirischen Versuch der norwegischen Autorin Gerd Brantenberg, einen Roman in einer Frauensprache zu schreiben, in der das Weibliche die Norm und das Männliche das davon abgeleitete Andere ist. Diese Umkehrung offenbart, dass unsere scheinbar so neutrale Sprache bis in ihre grammatischen Strukturen hinein patriarchal ist. Ausgehend von der Erkenntnis, dass Sprache gesellschaftliche Verhältnisse widerspiegelt und reproduziert, wollen wir die allgegenwärtige frauendiskriminierende Wirkung von patriarchaler Sprache im demokratischen Normalzustand herausstellen – eine Kritik, die mit der Sprachanalyse der queerfeministischen Bewegung neu aufgeflammt ist. Doch inwieweit kann ein gendersensibler Sprachgebrauch Diskriminierungen tatsächlich auflösen?

Die Veranstaltung soll hervorheben und diskutieren, wie schwierig es um die sprachliche Repräsentation von Frauen nach wie vor bestellt ist – und wie analog in Die Töchter Egalias Petronius’ Versuche, eine annehmbare männliche Identität zu erlangen, seine Mitwibschen manchmal fast die Befrauschung verlieren lassen.