Das neue Gelände ist 15 Gehminuten von einem See entfernt. Ein Kletterworkshop gehört inzwischen genauso zur Grundausstattung, wie Tischtennisplatten, ein Volleyballfeld oder ein Fußballplatz.

Trimm dich nach Noten?

In der Geschichte des Materialismus und der verschiedenen Kämpfe im Ringen um Emanzipation, gibt es eine oft übersehene Linie, einen Unterstrom des Materialismus der Bewegung. Dabei gelang  Jane Fonda in den 1980ern, eine wegweisende Neuinterpretation von Marx, der bereits klar gestellt hatte: „Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt.“ (MEW 3, S. 45)

Jane Fonda erkannte nicht als erste, dass es hier vor allem auf die wirkliche Bewegung ankommt. So waren die radelnden Menschen (bekannt als „rote Husaren“) des „Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität“ eine wichtige Kraft in klassenkämpferischen Auseinandersetzungen zu Anfang des letzen Jahrhunderts. Jane Fonda belebte diesen Unterstrom erneut, in dem Sie jedwede Vereinsmeierei für obsolet erklärte und sich auf die einzelnen Körpersubjekte besann, auf diese Weise einen absoluten Neuanfang, eine neue Runde im Klassenkampf möglich machte. Unter Rückgriff auf modernste Technologien (VHS, heute DVD) versuchte sie für die wirkliche Bewegung zu agitieren. Sie wollte nicht weniger, als die Verhältnisse  zum Tanzen zu bringen.

In dem Versuch, an die subversive Tätigkeit von Jane Fondas Aerobic anzuknüpfen, muss zunächst jedem falschen Führerinnenkult vorgebeugt werden: sie war nicht perfekt. So ist z.B. überliefert, dass auch Sie ihre schwachen Momente hatte, und an der Richtigkeit und Emanzipationskraft von Aerobic gezweifelt hat. Von bürgerlichen Historikern und Ökonomen wird Aerobic häufig als „lediglich neues Geschäftsmodell, zur Vermarktung des Fitnesswahns“ diskreditiert. Es ist vollkommen klar und einsichtig, dass die kapitalistischen und sozialistischen Schweinesysteme deutlich früher mit den biopolitischen Aktionsprogrammen (in der BRD: „Trimm dich!“, in der DDR „Medizin nach Noten“ und Popgymnastic) ihre Bevölkerungen zu regressivem und reaktionärem Fitnesswahn anstachelten und das katastrophale Arbeitsethos, durch im Kern unemanzipatorische Fitnessmaximen ergänzten. Aerobic lässt sich nicht in diese Biopolitik einreihen. Aerobic ist der Versuch einer emanzipatorischen Antwort darauf, eine subversive Praxis. Es ist an der Zeit, sie aus der Umklammerung des Empire zu befreien. Aerobic bricht mit jeder Vereinsmeierei. Sie ist nicht Teil der bürgerlichen Zwangsveranstaltung, sondern setzt auf die vernünftige Kooperation von autonomen Individuen. In ihrer emanzipatorischen Form hat sie Fitnesswahn und Arbeitsethos reflektiert und gebrochen. Im Sinne der späten Schriften Fondas bemüht sich die Emanzipationssportgruppe Aerobic Berlin I diesen Punkt zu unterstreichen, in dem vor allem Sekt-Aerobic als Konzept erarbeitet wurde und durchgängig in der Praxis reflektiert wird.

Die Emanzipationssportgruppe Aerobic Berlin I bemüht sich um internationalen Austausch und Zusammenarbeit, denn Revolution und Aerobic haben bekanntlich kein Vaterland und orientieren sich nicht an Staatsgrenzen. Da Aerobic in Nordkorea immer noch sehr beliebt ist, sich Sekt dort aber so gut wie nicht findet, experimentieren wir derzeit mit verschiedenen Alternativen (z.B. Vodka) und hoffen, so einen Beitrag im Kampf für Emanzipation zu leisten.

Aerobic ist weder der Griff nach der Notbremse (Walter Benjamin) noch der große Sprung nach vorn (Mao), sondern der Tanzschritt zur Seite (Jane Fonda). In diesem Sinne: let´s dance!

Organisatorische Hinweise: mit dem Konzept des „Floating-Workshop“ wollen wir langweilige und autoritäre Frontalvorträge vermeiden. Der spontane und befreiende Charakter von Aerobic soll nicht unnötig in den Hintergrund gedrängt werden. Trinkt mit uns, wenn wir trinken und tanzen. Hört uns zu oder lasst es, wenn wir was zu Aerobic erzählen oder hierzu bewusst schweigen. Fangt selber an zu tanzen, guckt die verschiedenen VHS-Kassetten, besucht das mobile Jane-Fonda-Memorial und vergesst nicht, what it is all about: die wirkliche Bewegung.

Buchlesung „Heimatkunde“ mit Film

18 Jahre nach der Wiedervereinigung begibt sich Martin Sonneborn auf eine Reise durch den Speckgürtel von Berlin. Entlang der ehemaligen Grenze trifft er auf seinem 29-tägigen Fußmarsch ehemalige Ost- und Westdeutsche und lotet die bestehende Teilung in den Köpfen der Menschen aus. Er trifft auf Jugendliche, die nicht mehr genau wissen, was die DDR war, Einwohner einer Siedlung in einem brandenburgischen Ort, die zu 99% aus Westdeutschland stammen, und einen Straßenbahnfahrer, der den Mauerfall als Störung des Betriebs empfunden hat.

DanceDanceRevolution

Battle gefällig? Oder auf der Suche nach neuen Tanzschritten? Dance Dance Revolution: das Kultspiel der Nuller Jahre mit der Musik der Neunziger jetzt auch auf dem Pfingstcamp!

Dokumentarfilm: Aus dem Leben eines Taugenichts (D 2011, 35min.) und Diskussion mit dem Filmemacher Christian

In den Fußgängerzonen, vor den Discountern, am Bahnhof kann man sie sehen; die ohne Wohnung, "Penner und Junkies", die Verlierer unserer Gesellschaft; 

kriminell, verwahrlost, arm! In den Zeitungen und im Fernsehen kann man sie sehen; "Abhängige und Süchtige", zu nichts im Stande, getriebene Ihrer Sucht; kriminell, verwahrlost, arm! Die Menschen am Strand der Städte (Jörg Fauser). 

Der Film begleitet Guido in seinem Alltag zwischen Platte und Notunterkunft, zwischen Heroin und Substitution und versucht dieses Alltägliche aus seiner Sicht zu zeigen. Ein Portrait eines Menschen dessen tägliches Leben harte Arbeit bedeutet. 

Lesung: Unsichtbare Schnitte

wir unterliegen

der decke

an diesem vormittag

 

unser atem

an ihrer grenze

wie rauhreif sanft

 

euer blasser himmel

abstände nur

zehntel hundertstel brüche

 

die glühbirne

über uns

lässt sich bauchig hängen

 

die listerklemme

ist wie immer

angespannt

 

dein haargummi

seit stunden

völlig aufgelöst

Lesung von Tomas Lichtenberg

Während der Lesung ist das Zünden von Feuerwerkskörpern, Bengalfeuern,und anderer Pyrotechnik nur im L-, Y-, R-, I- und K-Block gestattet.

Danke für euer Verständnis!

Pfingscampbibliothek | Für Umme | Cafezelt

Blühend Nachmittag

Ich brauch ein Buch zum drin verlieren

Welten in Bänden

Ruck Zuck

1,2 oder 3 ist vorbei. In diesem Jahre spielen wir Ruck Zuck, ebenfalls eine bekannte und beliebte Spielshow aus dem deutschsprachigen Fernsehen. 

Wir wollen mit euch spielen: Bei Ruck Zuck treten je zwei Teams, bestehend aus je fünf Menschen, gegeneinander an. Begriffe aus dem Leben, der Politik und Tralala müssen in möglichst kurzer Zeit immer wieder anders erklärt werden. 

Ruck Zuck - die Zeit läuft

mit Miss R, Rocko K und Tille Schirinazi

Saunawelt

... Saunawelt? Linksjugend? Pfingcamp? Ja, ihr habt richtig gehört! Dieses Jahr könnt ihr euch verwöhnen lassen. Es wird eine florierende Dampfsauna entstehen, in der wir jeden Abend, in geselliger Runde relaxen können.